| Kategorie: | Vortrag + Diskussion |
| Raum: | Halle |
Vor 40 Jahren putschte das Militär unter General Augusto Pinochet in Chile gegen die demokratisch gewählte sozialistische Regierung Salvador Allendes. Mehr als 3000 Menschen wurden ermordet, Zehntausende verhaftet, gefoltert, zum Verschwinden gebracht; Hunderttausende gingen ins Exil. Alle sozialen Errungenschaften wurden zunichte gemacht. Chile wurde zum neoliberalen Experimentierfeld. In der BRD formierte sich eine breite Chile-Solidaritätsbewegung, die Demonstrationen und Hilfsaktionen organisierte, gegen die massiven Menschenrechtsverletzungen protestierte, sich für die Opfer des Militärregimes einsetzte und mit den Exil-Chilen*innen die Opposition in Chile unterstützte.
Gemeinsam mit der Zeitschrift Ila blicken wir zurück auf Putsch, Diktatur und Widerstand, Erfahrungen im Exil und die Soli-Bewegung. Wir fragen nach Kontinuitäten und Brüchen in der chilenischen Gesellschaft. Wir schauen auf die erstarkenden sozialen Bewegungen, allen voran die Studierendenbewegung, und was sie gesellschaftlich verändern. Und wir diskutieren, wie heute internationale Solidarität am Beispiel Chile aussehen kann.
Mit: Iván Saldías - Gewerkschaftsaktivist (Santiago de Chile), lebte mehr als 15 Jahre in Bochum im Exil, Barbara Imholz - damals in der Chile-Solidarität in Münster aktiv, Gert Eisenbürger – Redakteur der Zeitschrift Ila, und weitere Aktivist*innen.
Veranstaltet vom Bahnhof Langendreer und der Zeitschrift Ila