| Kategorie: | Lesung |
| Eintritt: | AK: 5 € | |
| Raum: | Studio 108 |
| Ende: | Mi 15. Februar 2017 21:00 |
"Ein Leben am Rand des Existenzminimums ist zumutbar"
Aus Afghanistan kommen sie und fliehen vor den Folgen des seit Jahrzehnten wütenden Krieges. Sie kommen aus Nigeria, wo sie einer Hölle von Korruption, Bandenkriminalität, Bürgerkrieg und Terrorismus entflohen sind, aus Eritrea und Syrien, aus Pakistan und Ghana, aus Mauretanien und vielen anderen Staaten. Länder, in denen Unrecht, Not, Armut und ein offener oder ein verdeckter Krieg herrscht. Sie kommen aus zerbombten Städten und dem Moloch der Slums, sie sind aus Gefängnissen und Bordellen geflohen, sie haben ihre Brüder und Schwestern, ihre Väter und Mütter sterben sehen. Und sie richten ihre Hoffnungen auf Europa.
Deutsche Ämter und Gerichte aber beurteilen die Lage auf ihre Weise. Kalt und unbarmherzig verweigern sie Asyl und Duldung. Wir lesen ihre Begründungen vor, und lesen aus den Lebensberichten der Geflüchteten.
Eine literarische Lesung papiergewordene Ignoranz und Menschenverachtung. Nicht ohne Zorn vorgetragen.
"Die zwangsweise Rekrutierung als Talibankämpfer ist zuzugeben. Dies allein ist jedoch kein flüchtlingsrelevantes Merkmal"
Mit Simone Barrientos und Leander Sukov.
Simone Barrientos ist Verlegerin (Kulturmaschinen Verlag), Studio-Sprecherin und Rezitatorin. Leander Sukov ist Schriftsteller und tritt seit Jahren mit Bühnenlesungen eigener und fremder Texte auf.
Veranstaltet von Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW und Bahnhof Langendreer.