| Kategorie: | Tagung |
| Raum: | Studio 108 |
| Ende: | Sa 14. Juni 2014 17:30 |
Zwischen „Willkommenskultur“, Selbstbehauptung und Protest -
Perspektiven der Auseinandersetzung mit rassistischen Kampagnen gegen Migration in NRW
Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in NRW organisiert erneut eine Tagung unter dem Titel "Dagegen! Und dann...?!". Die Veranstaltung, die sich an Bündnisse und Initiativen, die sich in NRW gegen Rechtsextremismus und Rassismus engagieren, richtet, widmet sich einem aktuell drängenden Thema: In zahlreichen Orten machen rechtspopulistische und neonazistische Parteien und Gruppierungen mobil. Auf Kundgebungen, in Flugblättern und im Rahmen von BürgerInnenversammlungen hetzen sie gegen die Einrichtung von Flüchtlingswohnheimen. Die Kampagnen richten sich aber auch gegen Menschen, die aus anderen Gründen und Motiven nach Deutschland einwandern.Die Befürchtungen, dass RechtspopulistInnen und Neonazis mit ihren Parolen in der „Mitte der Gesellschaft" Resonanzen erzielen, sind nicht unbegründet. In einigen Kommunen und Stadtteilen, in denen Unterkünfte für Geflüchtete geschaffen worden sind, haben sich AnwohnerInneninitiativen formiert, die oftmals aggressiv und mit rassistischen Argumentationsmustern gegen die Einrichtungen polemisieren. Auf ähnliche Ablehnung stoßen vorwiegend aus Südosteuropa einreisende Menschen, die sich im Einklang mit der in der EU geltenden Freizügigkeit in Deutschland niederlassen.
Flankiert werden diese Ressentiments nicht selten durch eine mediale Berichterstattung, in der von „Problemhäusern" oder angeblichen „Belastungen", die Rede ist, denen sich die Kommunen ausgesetzt sehen. Für eine weitere Zuspitzung sorgen populistische Parolen aus der etablierten Politik, die den EinwandererInnen pauschal betrügerische Absichten unterstellen.
Gleichwohl bemühen sich Bündnisse und engagierte Einzelpersonen an vielen Orten darum, eine „Willkommenskultur" zu schaffen und eingewanderten Menschen mit Offenheit und Wertschätzung zu begegnen. Aber auch Geflüchtete haben in jüngster Zeit damit begonnen, auf ihre prekäre Situation aufmerksam zu machen und für die eigenen Rechte zu kämpfen.
Die Workshoptagung möchte dazu beitragen, die unterschiedlichen Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit rassistischen Mobilisierungen zu sammeln, aber auch in einen gemeinsamen Austausch über mögliche Gegenstrategien zu kommen. Die Tagung soll darüber hinaus die Vernetzung der Engagierten voranbringen.
Anmeldung erforderlich unter kontakt@mobim.info . Die Teilnahme ist kostenfrei. Weitere Infos unter www.mobim.info