| Kategorie: | Lesung |
| Raum: | Studio 108 |
In einer fiktiven indischen Stadt nehmen die Spannungen zwischen Hindus und Muslimen immer weiter zu. Ideologisches Zentrum der Hindu-Fundamentalisten ist ein bedeutendes Kloster der Stadt. Es kommt zu Hasstiraden und Aufmärschen, zu religiös motivierten Morden und Anschlägen. Es entwickelt sich ein Konflikt, in den jeder hineingezogen wird – vom Straßenhändler bis zum Universitätsprofessor.
"Wie Religion zum Merkmal der Identität und im Namen der Religion Politik gemacht wird; wie Hass entsteht und Ressentiments sich verbreiten; wie die einen aus Opportunismus schweigen, die anderen aus Angst. [...] Shree entlarvt die subtilen Mechanismen religiös definierter Identität und zeigt: Was in jener kleinen Stadt in jenem Jahr geschah, kann wieder und überall geschehen." (Claudia Kramatschek, Deutschlandradio Kultur)
Die indische Autorin Geetanjali Shree (*1957 Mainpuri, Uttar Pradesh, Indien) veröffentlicht seit 1991 Romane, Erzählungenund Bühnenstücke. Außerhalb der Literaturszene Indiens wurde sie vor allem durch die Übersetzung ihres Erstlingsromans „Mai" (1993) bekannt, in dem sie drei Generationen einer Familie porträtiert und die sich wandelnden gesellschaftlichen Rollenmuster in Indien beleuchtet.
Moderation: Gerhard Klas (Journalist)
Autor*innen-Reihe "Beyond Violence", gefördert von Engagement Global /// Wortwelten - Autorinnen und Autoren aus aller Welt