Heinz Strunk - Der goldene Handschuh

Fr 20. Mai 2016

Kategorie:Lesung
Eintritt:VVK: 15 € | AK: 19 € | Erm: 15 €
Raum:Halle
Raum:Bahnhof Langendreer Bochum
Einlasszeit: 19:00
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Vorverkauf im café endstation.kino
Heinz Strunk - Der goldene Handschuh

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Der Musiker, Schauspieler und Schriftsteller Heinz Strunk wurde 1962 in Hamburg-Harburg geboren. Er ist Gründungsmitglied von Studio Braun und hatte auf VIVA eine eigene Fernseh-Show. Sein Debut Fleisch ist mein Gemüse verkaufte sich 500.000 Mal. Es ist Vorlage eines preisgekrönten Hörspiels, einer Operette im Hamburger Schauspielhaus und eines Kinofilms. Auch die darauffolgenden Bücher des Autors wurden zu Bestsellern. Heinz Strunk war in den frühen Siebzigern Gründungsmitglied vonFraktus, den Erfindern von Techno, die 2013 ein sagenhaftes Comeback feierten und 2016 mit Welcome To The Internet mal eben selbiges erfunden haben. Im März 2016 erscheint sein grosser, fiktionaler Roman Der goldene Handschuh, ein phantastischer und düsterer Roman über den Hamburger Frauenmörder Fritz Honka.

Dieser phantastisch düstere, grell komische und unendlich traurige Roman ist der erste des Autors, der ohne autobiographische Züge auskommt. Ein Strunkbuch ist es trotzdem ganz und gar. Sein schrecklicher Held heißt Fritz Honka – für in den siebziger Jahren aufgewachsene Deutsche der schwarze Mann ihrer Kindheit, ein Frauenmörder aus der untersten Unterschicht, der 1976 in einem spektakulären Prozess schaurige Berühmtheit erlangte. Honka, ein Würstchen, wie es im Buche steht, geistig und körperlich gezeichnet durch eine grausame Jugend voller Missbrauch und Gewalt, nahm seine Opfer aus der Hamburger Absturzkneipe „Zum Goldenen Handschuh“ mit.

Strunks Roman taucht tief ein in die infernalische Nachtwelt von Kiez, Kneipe, Abbruchquartier, deren Bewohnern das mitleidlose Leben alles Menschliche zu rauben droht.

Mit erzählerischem Furor, historischer Genauigkeit und ungeheurem Mitgefühl zeichnet er das Bild einer Welt, in der nicht nur der Täter gerichtsnotorisch war, sondern auch alle seine unglücklichen Opfer. Immer wieder unternimmt der Roman indes Ausflüge in die oberen Etagen der Gesellschaft, zu den Angehörigen einer hanseatischen Reederdynastie mit Sitz in den Elbvororten, wo das Geld wohnt, die Menschlichkeit aber auch nicht unbedingt. Am Ende treffen sich Arm und Reich in der Vierundzwanzigstundenkaschemme am Hamburger Berg, zwischen Alkohol, Sex, Elend und Verbrechen: Menschen allesamt, bis zur letzten Stunde geschlagen mit dem Wunsch nach Glück. 

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