| Kategorie: | Film |
| Eintritt: | AK: 7 € | Erm: 6 € |
| Raum: | endstation kino |
In Dakar bereitet ein Schlepperring die nächste Überfahrt von Migranten/innen aus dem Senegal und Guinea vor, sucht aber noch einen Kapitän. Der erfahrene Fischer Baye Laye übernimmt widerwillig die Aufgabe, die Flüchtlinge in einer Piroge, einem einfachen offenen Fischerboot, zu den Kanarischen Inseln zu bringen. An Bord befinden sich 30 Männer, darunter auch sein jüngerer Bruder Abou, und eine Frau, die als "blinder Passagier" mitreist. Die Passagiere/innen haben teuer bezahlt für die Überfahrt und hoffen auf ein besseres Leben im vermeintlichen Paradies Europa. Als unterwegs immer mehr Probleme auftauchen und der Motor ausfällt, wird die Reise zu einem Albtraum.
Mit seinem Drama „Die Piroge" beschreibt der senegalesische Regisseur Moussa Touré nicht nur die Beweggründe, eine solch lebensgefährliche Flucht auf sich zu nehmen, sondern deutet auch die ambivalente Haltung der Schlepper sowie der afrikanischen Regierungen an und schafft es, in einem klaustrophobischen Setting (weite Teile seines Films spielen im Rumpf des Bootes) ein umfassend-differenziertes Bild von Träumen und Nöten einer ganzen Generation zu entwerfen.
In der Reihe "Recht auf Bewegungsfreiheit"; veranstaltet von Bahnhof Langendreer und Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW, in Koop. mit: Afrique-Europe-Interact, Medzinische Flüchtlingshilfe, izindaba.info
Außerdem in der Reihe:
4. September: Vortrag und Diskussion mit einem malischen Aktivisten (ARACEM): Gstrandet im Transit - Migrantische Selbsthilfe in Mali
10. November: Theaterstück "Revolution für Bewegungsfreiheit"