| Kategorie: | Vortrag + Diskussion |
| Raum: | Raum 6 |
| Ende: | Mo 17. März 2014 21:00 |
Die Lage in Syrien ist unverändert. Der Bürgerkrieg hält auch nach den Friedensgesprächen von Genf weiter an. Seit Oktober 2013 hat die syrische Regierung ihre Militäroperationen sogar verstärkt. Allein in den zwei Wochen der Friedensverhandlungen sollen laut dem Syrischen Observatorium für Menschenrechte (SOHR) mehr als 3400 Menschen umgekommen sein und die Flüchtlingszahlen steigen täglich an. 6,5 Millionen Menschen sind aus ihren Häusern vertrieben worden oder befinden sich außerhalb Syriens auf der Flucht. Der Großteil der Flüchtlinge flieht in die Nachbarstaaten. z.B. in den Libanon oder nach Jordanien.
Deutschland hat sich bereit erklärt, 10.000 syrische Flüchtlinge aufzunehmen. Hinzu kommen verschiedene Landesaufnahmekontingente, die erlassen wurden, um Syrern die Möglichkeit zu gewähren, bei ihren in Deutschland lebenden Verwandten Zuflucht zu suchen.
Im Vergleich zu den oben angesprochenen Flüchtlingszahlen erscheint eine Zahl von 10.000 Flüchtlingen wie ein Tropfen einem heißen Stein. Werden die Aufnahmeprogramme der Bundesregierung und der Landesregierung NRW genauer betrachtet, wird zudem schnell deutlich, dass der Familiennachzug für Syrer durch die zu überwindenden Hürden der Aufnahmeprogramme oft faktisch unmöglich ist.
Antonia Kreul, Mitarbeiterin des Flüchtlingsrats NRW e.V. wird in ihrem Vortrag die aktuelle Zahlen und Fakten zu syrischen Flüchtlingen und die verschiedenen Aufnahmeprogramme chronologisch vorstellen und dabei verdeutlichen, wie schwer es Syrern tatsächlich gemacht wird, in Deutschland (NRW) anzukommen. Ergänzt wird der Vortrag durch den Bericht von Teilnehmern der AG-Syrien, die sich im Oktober 2013 beim Flüchtlingsrat NRW e.V. gegründet hat. Anhand der Erfahrungen der Betroffenen werden die Tücken der Aufnahmeprogramme und die Konsequenzen, die sich dadurch für ihre Familie ergeben, dargestellt.
Eine bildungspolitische Veranstaltung von Initiativkreis Afrika NRW Ruhr, Eine-Welt-Forum Bochum, Flüchtlingsrat NRW und One World Dapp e.V.